Einsamkeit – dem einen Segen, dem anderen Fluch

Mit der Einsamkeit ist das so eine Sache. Die einen preisen die Einsamkeit und das stille Leben, für die anderen ist die Einsamkeit Gift für die Seele. Aber wie kommt es, dass Einsamkeit gut tun kann und auch schlecht sein kann. Wie unterscheiden sich einsame Menschen voneinander und was kann man gegen Einsamkeit tun, wenn sie unglücklich macht?

Einsam, aber glücklich

Einsamkeit wird oft als etwas Negatives wahrgenommen, doch das muss nicht sein. Viele Menschen die Stille und das mit-sich-selbst-sein. In der Philosophie des Zen-Buddhismus spielen das Alleinsein und die Einsamkeit eine bedeutende Rolle. Besonders die Sitzmeditation Zazen, die in vollkommener Stille abgehalten wird, übt die Einsamkeit zu erfahren. Diese Erfahrung ist aber durchwegs positiv, denn die Abwesenheit störender äußerer Einflüsse lässt mehr Raum für tiefgründige Erfahrungen. Doch auch ganz ohne Zen kann Einsamkeit als positiv empfunden werden. Introvertierte Menschen ziehen es vor, Zeit mit sich selbst zu verbringen und können am ehesten in der Stille entspannen. Und ganz einsam sind diese Menschen auch nicht, denn sie haben ja sich selbst.

Unglücklich und einsam

Pinguine und Schwane können vor Einsamkeit sterben, wenn etwa der Partner stirbt. Auch bei manchen Menschen hat man das Gefühl, sie verkommen in der Einsamkeit. Ganz übertrieben ist das nicht. Einsamkeit kann bei vielen Menschen zu chronischer Traurigkeit und sogar zu Depressionen führen, die sich stark auf die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit auswirken können. Hier gibt es also Handlungsbedarf. Tipps gegen Einsamkeit kann man dabei Online finden oder sich bei entsprechenden Hilfsangeboten erkundigen. Wichtig ist es, die Einsamkeit anzusprechen. Oft vermuten Freunde und Bekannte hinter der Verstimmung nämlich was ganz anderes. Dabei sind es genau Freunde und Familie, die gegen die Einsamkeit helfen können. Einsamkeit ist zudem nicht auf Singles begrenzt. Auch Verheiratete, Elternteile oder Partner können Einsamkeit verspüren.